Meine Arbeit im Gemeinderat

Stellungnahme zur Jahresrechnung 2017

Von meinen Vorrednern haben Sie schon viele Zahlen gehört:

Ich möchte mich bei meiner Stellungnahme daher im Prinzip auf die Analyse der Haushaltszahlen beschränken:

Angenommen, die Gemeinde hätte ein Bankkonto, über das nur Einnahmen und Ausgaben für den laufenden Geschäftsbetrieb und die Rückzahlung der bestehenden Kredite laufen: Dann hätte Neulußheim am Ende des Jahres 2017 rd. 1,2 Mio € mehr auf diesem Konto gehabt als am Jahresanfang-Bei Gesamteinnahmen von rd. 12,5 Mio sind das rd. 10 %, die nicht für die allgemeine Verwaltung verwendet werden mussten. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Wir haben es schon mehrfach gehört:

Ein wesentlicher Grund für die guten Zahlen liegt in den allgemein hohen Steuereinnahmen:

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, 10 Jahre zurück zuschauen:

Im Jahr 2007 hatte Neulußheim einen Anteil an den Einkommenssteuern von 395 € pro Einwohner.10 Jahre später liegt dieser Wert schon bei knapp 600 € pro Einwohner. Ähnlich verhält es sich auch bei den Schlüsselzuweisungen und den Gewerbesteuern.

Ein Teil der Einnahmensteigerung geht aber auch auf den Anstieg der Bevölkerung zurück, in den vergangenen 10 Jahren immerhin um 5% auf aktuell rd. 7000 Menschen.

Natürlich steigen durch den Zuzug von jungen Familien auch die Kosten der Gemeinde, insbesondere für die Kinderbetreuung.

Bei den klassischen Verwaltungsaufgaben oder auch bei der Sanierung der Straßen und Gebäude ist es für die Gemeinde jedoch sehr günstig, wenn sich diese rechnerisch auf mehr Personen umlegen lassen.

Hohe Steuereinnahmen alleine machen jedoch noch keinen guten Haushalt. Man muss auch in der Verwaltung effizient und sparsam wirtschaften.Hier geht mein Respekt ausdrücklich an Bürgermeister Hoffmann und an das Team im Rathaus.

Sie, Herr Bürgermeister, sind dieser Tage 10 Jahre im Amt, Gratulation an dieser Stelle.

Da kann man nur sagen: Die Jahresrechnung 2017 zeugt hier von einer guten Arbeit.

Gute Arbeit leisten aber auch die Ehrenamtlichen, die die Gemeinde in den Bereichen Kultur, Jugendarbeit aber auch bei der Flüchtlingsbetreuung spürbar entlasten. Müsste die Gemeinde diese Arbeit bezahlen, würde in der Jahresrechnung kein solch hoher Überschuss ausgewiesen.

Für die Verwaltung und den Gemeinderat bedeutet die gute Jahresrechnung, dass uns Eigenkapital zur Verfügung steht, um notwendige Sanierungen und auch Investitionen durchführen zu können.Die spannende Frage ist dann alljährlich, welche Prioritäten gesetzt werden.

Wie im Fußball gilt auch hier:

Nach der Jahresrechnung ist vor der Haushaltsplanung.

Aus meiner Sicht ist Neulußheim hier gut aufgestellt.

Der Jahresrechnung 2017 stimme ich daher zu.

Die beiden Eigenbetriebe Wasser und Abwasser stellen die Grundversorgung für Neulußheim sicher.

Auch diese beiden Betriebe müssen effizient arbeiten und nach Möglichkeit

so viel erwirtschaften, dass laufende Reparaturen aus Gewinnen gezahlt werden können. Bei beiden Betrieben ist dies im Jahr 2017 gelungen. Und das, obwohl der Wasser- und Abwasserpreis in Neulußheim im Vergleich zu anderen Gemeinden günstig ist.

Auch hier sind wir gut aufgestellt.Den Jahresrechnungen zu den Eigenbetrieben stimme ich daher zu.

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